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Das Texten für den Hörfunk ist vom Texten in den Printmedien klar abzugrenzen. Einziges Aufnahmeorgan für das Geschriebene ist das Ohr. Und das Ohr kann nicht noch einmal nachlesen. Ist der Text über den Äther gegangen, so ist er unwiederbringlich verloren für´s Ohr. Was beim Texten für den Hörfunk also oberste Priorität hat ist eine einfache Sprache. Lange und verschachtelte Sätze, sowie eigensinnige Konstruktionen mögen beim Texten für Printmedien durchaus wirken, das Texten für den Hörfunk ist diesbezüglich allerdings einfacher gestrickt. Einfacher jedoch nicht im schreiberischen Sinne: Komplexe Themen in ein einfaches und überschaubares schreiben zu transferieren, erfordert von den Schreiberlingen ein hohes Maß an Auffassungs- und Transferierungsgabe. Das Ohr des Schreibers sollte beim Texten also immer offen sein. Verständlich, dass das eigene Ohr beim Texten alles versteht, doch versteht es auch das Publikum, wenn es die geschriebene Fassung nicht vor Augen hat?
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